Theaterstück: Die Vermessung der Demokratie


am 31. Januar um 19:30 Uhr in der Neuen Aula des Grabbe-Gymnasiums in Detmold

Wilhelm Leuschner gehörte in der Weimarer Republik zu den einflussreichsten sozialdemokratischen Gewerkschaftsführern und Politikern. Schon als hessischer Innenminister verteidigte er lautstark die junge deutschen Demokratie gegen den aufkommenden Nationalsozialismus. 1934 begann er mit dem Aufbau eines reichsweiten Widerstandsnetzwerks, ohne die der geplante Umsturzversuch von Claus Schenk Graf von Stauffenberg nicht hätte begonnen werden können. Für den Fall eines geglückten Hitler-Attentats war er als Vizekanzler vorgesehen. Das Attentat vom 20. Juli 1944 und der Umsturzversuch scheiterten jedoch bekanntlich. Leuschner fiel am 16. August 1944 einer Denunziation zum Opfer und wurde festgenommen. Er wurde vom Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler zum Tode verurteilt und am am 29. September 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet. 

Wer war dieser Mann, der das zivile Netzwerk um das Attentat des 20. Juli herum aufbaute? Woher nahm er seinen Mut? Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) präsentieren in spannender szenischer Inszenierung das beeindruckende Leben eines Menschen, der zur Zeit des Nationalsozialismus zu den engagiertesten Verteidigern der deutschen Demokratie zählte. 

Der Schauspieler Jan Uplegger lebt in Berlin und Leipzig. Er arbeitet hauptsächlich in Bühnenprojekten wie dem Sommertheater des Konsortium Luft & Tiefe, aber auch in Film- und Fernsehproduktionen. Er ist Sprecher für den Deutschlandfunk und für zahlreiche Hörbücher.

Der Eintritt ist frei.


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